Unterbauarbeiten bereits weit fortgeschritten

Diese Arbeitswoche wurde von der Firma Swietelsky und seinen Subunternehmern dazu genutzt,

  • den Unterboden (Planum) fertigzustellen,
  • dreieinhalb der insgesamt sieben Längsdrainagen zu verlegen und zu verdichten sowie
  • den Durchbruch der Drainagen unter den Randsteinen bei Platz 1 herzustellen.

Das dichte Drainagennetz ist erforderlich, da sich das Planum als wasserundurchlässig erwiesen hat und deshalb das Niederschlagswasser, dass künftig durch den Belag, den offenporigen Asphalt und die beiden Schotterschichten abfließt auf dem Planum zu sammeln und aus dem Platz in einen Sickerschacht mit Überlauf zu führen.

Am Donnerstag fand eine Baubesprechung statt, bei der auch die beiden von uns beauftragten Gutachter, Herr Walter Müller von der Ofi in Wien sowie der selbstständige Sportstättenplaner Martin Havel zugegen waren. Kassier Günther Haas , Swietelsky Projektleiter Wolfgang Pichler und Fotograf Hubert Lugauer komplettieren die Runde.

Bei der mehrstündigen Baubesprechung wurden die Art der Drainagenausführung begutachtet und das Material des Unterbodens bewertet. Dieses stellt sich leider als so stark bindig heraus, dass die Gutachter empfahlen, nicht nur die Drainagengräben mit einem weißen Bauvlies zu belegen, sondern der gesamte Untergrund. Dies sieht die für Sportstätten existierende ÖNORM 2606-3 für einen stark lehmhaltigen Untergrund vor und soll verhindern, dass sich Feinanteile des Untergrunds in die darüberliegenden Schotterschichten eindringen und deren Wasserdurchlässigkeit vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg verschlechtern. Der Vorstand hat die hierdurch entstehenden Mehrkosten von 5.800 Euro am Donnerstagabend genehmigt.

Neben der Wasserdurchlässigkeit sieht die ÖNORM auch Mindestwerte für die Standfestigkeit und den Verdichtungsgrad des Untergrunds sowie der darüberliegenden Schotterschichten vor. Um die IST-Werte mit den Anforderungen der ÖNORM abzugleichen wurde ein Prüfbüro beauftragt, an mehrere Stellen statische Lastplatttendruckversuche durchzuführen. Es wurde auch ein eigens angelegtes Kontrollfeld mit Frostschutzschotter überprüft.

Die festgestellten Werte lagen deutlich über den Mindestanforderungen der ÖNORM. Ferner erhielten unsere Gutachter Prüfberichte des vorgesehenen Materials, die ebenfalls alle notwendigen Angaben enthielten.

Am Freitag haben unser Clubmitglied Nikolaus Schmid und Kassier Günther Haas verteilt auf der gesamten Anlage weitere neun Standfestigkeitsprüfungen vorgenommen, die ebenfalls deutlich über dem Mindestnormwert lagen.

Was ist für nächste Woche geplant?

Am Montag findet die Abnahme des Planums statt. Zum Wochenbeginn werden die restlichen Drainagen verlegt und die beiden bereits angelieferten Fertigfundamente für spätere Flutlichtmasten sowie die Kabelzuführungen eingebaut.

Ab Mittwoch wird dann mit dem Aufbringen der an den Längskanten 20 cm und auf Netzhöhe 37 cm dicken Frostschutzschicht begonnen. Um diese zügig herzustellen wird die bisherige Lkw-Kapazität von zwei auf vier 38-Tonner erhöht.

Wiederaufbau Platz 1

Der zurückgebaute Platz 1 wurde heute in Thaya ausgelegt. Zuvor wurde der vom letztjährigen Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogene Unterbau aufbereitet. Die Bahnen werden am Wochenende miteinander verklebt.